Stiftung Jürgen Kutsch: Transparenz schafft Vertrauen – CDR eröffnet neue Blickwinkel

Die Digitalisierung ist längst Bestandteil der Unternehmenskultur geworden. Ihre kommunikative Gestaltung gegenüber der Gesellschaft, in der sie sich bewegt, ist somit maßgebend für das Erscheinungsbild jeder Körperschaft – nach außen wie nach innen. Sie sollte also modernisierend in die lokalen und globalen Standards einer CSR – Strategie integriert werden. Dieser Prozess bietet Chancen, wenn die mediale Präsenz nicht nur statisch, sondern dynamisch weiterentwickelt wird.

Jede Meldung, die online – auch und gerade in den social media – erscheint, steht in Zeiten der „Fake News“ in der Gefahr, in ihrer Wahrhaftigkeit in Frage gestellt zu werden. Um dem entgegen zu wirken, bieten sich neben Texten auch visuelle Elemente (Fotos, Clips) an, die bei moderater Aktualisierung ein schlüssiges Bild eines Unternehmens zeigen. Neu ist, dass dadurch auch Perspektiven in das Innenleben geboten werden können.

Jeder Stakeholder will lange nicht mehr nur wissen, welche Ware produziert bzw. welche Dienstleistung angeboten wird. Auch die Darstellung, welche ethischen Maßstäbe dabei angelegt werden, reicht nicht mehr aus. Der Fokus richtet sich zunehmend darauf, wer Gestalter der Unternehmenspolitik bzw. der für den Kunden relevanten Bereichs ist.

Der Mensch als Person rückt damit aus der Anonymität, in der er bislang „hinter“ der Marke stand, heraus. Die Menschen wollen Gesichter sehen. Sie möchten wissen, mit wem sie es zu tun haben – auch hieran ist spätestens in der direkten Kommunikation erkennbar, ob die Person vis-à-vis so agiert, wie man es bei einer inhaltlich geschlossenen Umsetzung einer CSR-Strategie erwarten darf. Hier ist der Punkt, an dem das Vertrauen zum anderen Unternehmen vollendet wird. Eine kluge CSR-Strategie platziert also neben dem, was ein Unternehmen unter welchen Standards im Markt und damit in der Gesellschaft präsentiert, auch Köpfe. Die social media – Facebook voran – können Einblicke gewähren, in welchem Geist die Menschen in den Unternehmen und im Privatleben agieren: Wer bist Du und wie siehst Du aus? Welche Haltungen und Überzeugungen hast Du?

CDR kann also den Anspruch der Wahrhaftigkeit, mit dem sich ein Unternehmen seinem Umfeld zeigt, vertiefen – durch die erkennbare Bereitschaft der Belegschaft, sich auch öffentlich zum Arbeitgeber und seinen Werten zu bekennen.

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